Monrise | Consulting Deutschland - Mongolei

REISETIPPS

Reisetipps für Outdoor-Reisende

  • In der Mongolei ist es derzeit praktisch noch unmöglich, einen Mietwagen ohne den dazugehörigen Fahrer bei Fahrten außerhalb der Stadt Ulaanbaatar zu mieten. Für solche Reisen muss man etwa einen Dollar pro gefahrenen Kilometer einplanen.
  • Als Kartenmaterial sollte man die original mongolischen topografischen Karten im Maßstab 1 : 500'000 benutzen. Wer wirklich ankommen möchte, sollte auf keinen Fall die bekannten Flieger- oder Militärkarten verwenden. Die mongolischen Karten kauft man am besten im Geschäft des Herstellers unterhalb des Gandanklosters.
    Der russische Kartensatz im gleichen Maßstab ist ebenfalls akzeptabel. Es existiert auch noch ein Kartenwerk im Maßstab 1:100'000; allerdings wird es nicht verkauft. Der Maßstab ist auch für eine Mongoleitour mit Geländewagen ungeeignet. Die genannten 500'000er Karten basieren auf sehr exakten Geländeaufnahmen, was allerdings nicht verbindlich ist, sind die eingetragenen Fahrwege, da die sich im Laufe der Jahre einfach im Gelände verlagern.
  • Um Karten oder auch nur Schilder wenigstens Lesen zu können, sollte man unbedingt die kyrillische Schrift erlernen, das dürfte relativ schnell gehen und nützt doch einiges. Das Erlernen von mongolischen Redewendungen dürfte nur talentierten Sprachwilligen zu empfehlen sein und ist sicher mit viel Zeitaufwand verbunden. Nach einem Kurzkurs am Sprachführer versteht Sie sicherlich niemand.
  • Die herkömmlichen Gaskocher sollte man nicht für seine Mongolei-Tour einplanen, denn die übliche Gaskartusche Bleuet 206 ist bisher nirgendwo zu haben. Vohanden sind hier nur Gaspatronen in Form von Sprayflaschen. Bei dem Einsatz von Benzinkochern ist auf robuste Ausführungen zu achten. Die sensiblen Benzinkocher von Colemann und Kollegen sind dem russischen Benzin nicht gewachsen.
  • Wer bei der Anreise sicher gehen möchte, dass sein Gepäck vollständig und pünktlich in Ulaanbaatar ankommt, der sollte den Flug mit der mongolischen MIAT wählen. Bei den Flügen der Aeroflot mit Umsteiger in Moskau kommt es nicht selten vor, dass Gepäckstücke geplündert werden oder erst nach Tagen in Ulaanbaatar ankommen.
  • Besondere Vorsicht ist bei der Verwendung mongolischer Ortsbezeichnungen angeraten. So tauchen viele Ortsnamen drei, vier oder gar fünf mal in den Landkarten auf. Es ist auch niemals klar erkennbar, ob der Name eine Siedlung, einen Berg oder einen Fluß bezeichnet. So kann zum Beispiel mit Ulaan Uul – roter Berg – wirklich nur ein Berg, aber genauso gut eine Siedlung gemeint sein.
  • Die Mongolen verwenden bei der Bezeichnung einer Siedlung meist nicht den offiziellen Namen, der zum Beispiel auch in der Karte eingetragen ist, sondern den Namen der Verwaltungsregion. So fährt ein Mongole, der angibt nach Khuvsgul zu reisen mit Sicherheit nach Murun in das Verwaltungszentrum des Khuvsgul-Aimak, auf keinen Fall meint er damit den Khuvgul See.
  • Für Inlandflüge ist oft eine längere Buchungsfrist notwendig, das heißt um sicher zu gehen, 1 bis 2 Wochen im Voraus. Das bedeutet natürlich schon vor der eigentlichen Reise. Flugverschiebungen um einen Tag sind durchaus normal, da im Inland auf Sicht geflogen werden muss.
    Seit dem Sommer 2003 werden zu den Haupzielen der Touristen verstärkt Flüge angeboten, auch neben den regulären längerfristigen Flugplänen. Inlandflüge werden von zwei Gesellschaften durchgeführt. Die MIAT fliegt dabei haupsächlich mit der robusten, aber betagten AN 24 und die AERO MONGOLIA bietet super Service und benutzt modernes Fluggerät in sehr gutem Zustand. Wichtig ist zu Wissen, dass bei Inlandsflügen in der Regel nur 10 Kilogramm Gepäck frei sind.
  • Als Reisezahlungsmittel sollte man Euro mit ins Land nehmen. Der Umtausch in mongolische Tugrik ist zumindest in Ulaanbaatar problemlos möglich und praktisch überall und jedermann gestattet. Da die Preise in Tugrik ausgezeichnet sind, ist es zweckmässiger auch in dieser Währung zu bezahlen. Es gibt auch keine Situation bei der die Bezahlung in US-Dollar günstiger oder gar erforderlich wäre, möglich ist es jedoch fast immer.
    Einziger Nachteil der Bezahlung in Landeswährung ist die Tatsache, dass der größte Nominalwert bei 10'000 Tugrik liegt, das sind 9 Euro und entsprechend schwer wird dann die Reisekasse.
  • Wer noch Outdoor-Ausrüstungsgegenstände kaufen muss, kann dies in zahlreichen Outdoor Ausrüstungsgeschäften tun. Eines davon liegt links neben dem Aeroflot Büro ein anderes, mit sehr gutem Sortiment befindet sich auf der Friedensstraße an der ersten Ecke nach der Hauptpost in Richtung „Ikh Delguur“, dem größten Kaufhaus im Zentrum. Das „Ikh Delguur“ selbst führt auch Outdoor Bedarf. Hier gibt es in zwei Fachabteilungen ein relativ vollständiges Angebot. Für die Verpflegung draußen gibt es zum Beispiel eine Vielzahl von asiatischen Nudelgerichten als Minutensuppen zu günstigen Preisen nahezu überall.
  • Wenn man auf Tour mit mongolischen Fahrern ist, sollte man immer vereinbaren, dass bis vor Einbruch der Dunkelheit ein angemessener Lagerplatz gefunden ist. Im Regelfall wird sonst bis in die Nacht gefahren und dann um Mitternacht versucht ein Lager einzurichten.
  • Bei Fahrten im Lande kann es durchaus vorkommen, dass man in Höhen von deutlich über 2'000 Metern nächtigen muss, auch wenn man eigentlich keine Hochgebirgs-Tour vor hatte. Dazu möchte man sich immer warm anziehen. Hier sinkt die Tempetratur bis an den Gefrierpunkt.
Jens Geu
Consulting Deutschland-Mongolei
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